Ein Schockerlebnis als Startschuss

by Jana
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Published on: 29. Oktober 2014

Der eigentliche Ausschlag für diese Internetseite war ein Gespräch mit einem Freund aus Kinderheitstagen. Anlässlich unseres Klassentreffens (10 Jahre seit Abi schon vergangen) tauschten wir uns aus.

Während ich ein Studium mehr oder weniger zügig abgeschlossen habe, war er zuerst bei der Bundeswehr und konnte sich dort für die Arbeit in der Küche begeistern. Deshalb entschied er sich dafür, den Beruf des Kochs zu erlernen.

Er sagte zwar, dass sein Beruf ihm viel Spaß macht, aber ich bin mir nicht so sicher. Wenn man seine Arbeitszeiten hört (abends, am Wochenende – und immer bis spät in die Nacht), dann müssen einem Zweifel entstehen. Darüber hinaus ist sein Arbeitsplatz alles andere als komfortabel. Während die meisten heute in einem klimatisierten Büro arbeiten dürfen, steht er in einer dampfigen und heißen Umgebung.

Doch der richtige Kracher für mich war, als er zu erzählen begann, was er in den letzten 8 Jahren als Koch alles so erlebt hat. Denn karrieremäßig ist für ihn alles gut gelaufen. Er arbeitet heute als Sous-Chef in einem Restaurant mit zwei Michelin-Sternen. Total erschreckt hat mich, als er von den Preisen in seinem Restaurant erzählt hat. Es gibt anscheinend nichts auf der Speisekarte für weniger als 15 Euro. Und wer will, darf für ein Hauptgericht gerne 50 Euro ausgeben. Geschabte Trüffel kosten extra.

An dieser Stelle unterbrach ich ihn: Kommen überhaupt Leute in dieses Restaurant?

Es war irgendwie nicht Teil meiner Welt, dass Leute 100 Euro für ein einziges Essen ausgeben können. Mein Freund hat mich dann darauf hingewiesen, dass es noch deutlich teurere Restaurants gibt. Selbst in Deutschland kann man ohne Wein anscheinend 300 Euro pro Person zahlen, während in Frankreich, Japan oder USA selbst 1000 Euro pro Person (unter Umständen mit Hilfer einer Flasche Wein) durchaus erreichbar sind.

An der Stelle haben wir dann leidenschaftlich darüber diskutiert, wie viel ein „gutes“ Essen eigentlich kosten darf. Leider kamen wir zu keinem abschließenden Ergebnis, aber für mich war klar, dass ich der Sache etwas auf den Grund gehen wollte.

Mein Freund, der Koch, hilft mir deshalb immer wieder, einen objektiven Blick auf das Thema zu bekommen. Er glaubt nämlich auch, dass man für deutlich weniger Geld ein sehr gutes Essen zu sich nehmen kann. Und so begann das Projekt proletenkochen.de.

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